Was ist eigentlich Inbound Marketing? (duplicate content)

An einem Erstgespräch bei einem möglichen Kunden im September 2017 habe ich Klaus und mich erwischt, wie wir von “klassischem” Online Marketing gesprochen haben. Rückblickend muss ich darüber fast schon Schmunzeln. Nur, irgendwie ist der Gedanke gar nicht so abwegig.

Irgendwann nach 2000 begannen die Unternehmen das Web so richtig für sich zu entdecken und in SEO und SEA zu investieren. Diese klassische Form des Online-Marketings war zu dieser Zeit extrem günstig und logischerweise fühlten sich viele Werber und Marketer davon angesprochen. Natürlich folgten viele Unternehmen den “First-Movern” und nur wenige Jahre später bemerken wir, dass bezahlte Anzeigen an Wirksamkeit verlieren. Ein neuer Trend musste her und es sieht so aus, als könnte Inbound Marketing hier die Lücke schliessen.

Definition von Inbound Marketing 
Wie die Namen schon verraten, Outbound- und Inbound-Marketing unterscheiden sich grundsätzlich. Beim klassischen Outbound-Marketing versucht eine Firma die Interessenten zu finden und diese durch Megaphon-Geplapper von seinen Produkten oder Services zu überzeugen – sinnbildlich gemeint. Entgegengesetzt bei Inbound-Marketing: Hier soll der Interessent das Unternehmen finden. Es geht also darum die Customer Journey zu verstehen, die möglichen Touchpoints eines Interessenten mit den Unternehmen positiv zu gestalten und so die Suche des potenziellen Kunden erfolgreich zu gestalten.

Viele traditionelle Marketing Massnahmen sind nicht auf die Zielgruppe ausgerichtet und funktionieren nach dem Prinzip der Giesskanne. Alle werden, deren Bedürfnisse oder Vorlieben ignorierend, mit der gleichen Message bespielt. Genau darum sind wir oft von Werbung genervt oder haben uns Techniken angeeignet diese auszublenden. Überraschenderweise setzen auch immer noch viele KMU auf Kaltakquise, Print-Anzeigen, Fernsehwerbung, Massen-E-Mails und Messen als einzige Akquisitionsstrategie. Diese Methoden generieren nach wie vor Aufmerksamkeit, sie sind in meinen Augen mittlerweile sehr kostspielig.

Keine Sorge, ich halte hier nicht den Mahnfinger hoch. Ich glaube wir müssen lernen Marketing in einer digitalen Welt zu betreiben und dies kann On- wie Offline Aktivitäten beinhalten. Wichtig ist ein konsequentes Zusammenspiel und eine Vogelperspektive auf die gesamte Customer Journey mit allen Touchpoints.

Outbound- vs. Inbound-Methode
Eines vorab, Inbound Marketing ist keine Massnahme, es ist eine Haltung. Es geht darum hilfreiche, interessante und spannende Inhalte zu erstellen, welche deine Interessenten ansprechen und zu dir lenken. Die Interessenten sollen neugierig werden, sich von deiner Expertise überzeugen können und mehr davon wollen. Dies steht ganz im Gegensatz zu nervigen Produkt-Werbespots oder zu Kaltakquise Anrufen.

Die wichtigsten Inbound-Marketing-Komponenten
Gerne definiere ich hier stichwortartig einige Komponenten, welche beim Inbound Marketing unverzichtbar sind:

– Customer Journey und Buyer Persona: Dies bildet die Basis für den Content, den es für deine Inbound-Kampagne zu erstellen gilt.
– Content: Content-Kreation ist das Kernstück jeder erfolgreichen Inbound-Kampagne. Mit deinem Content ziehst du Interessenten an und holst diese auf deine Webseite.
– Tool: Eine wichtige Komponente ist das Tool mit welchem Webseitenbesucher zu Leads konvertiert werden können und welches dir die Möglichkeit gibt, das Verhalten der Interessenten auf deiner Seite einzusehen.
– Sales: Inbound Marketing ist nicht korrekt. Es müsste Inbound Marketing & Sales heissen. Jede erfolgreiche Inbound Kampagne involviert den Verkauf und adaptiert bestehende Prozesse.

Was sind die Vorteile von Inbound-Marketing & Sales?
Viele Ratgeber werden sagen – geringe Kosten! Das stimmt so pauschal nicht.

Auch beim Inbound Marketing entstehen Kosten. Sei es bei den Nutzungsgebühren für das Tool, dessen Einführung durch eine Agentur oder beim Erstellen von Content. Es ist auch ein Mythos, dassder Inhalt einfach so top rankt bei Google – sei er noch so gut! Auch bei Inbound Marketing muss mit SEA oder Ads in sozialen Netzwerken die nötige Reichweite “eingekauft” werden, wenigstens zum Beginn der Aktivitäten. Dank der Schärfung der Buyer Persona kann dies aber sehr gezielt (Targeting) angegangen werden.

Und Inbound Marketing und Sales wird nicht innerhalb von wenigen Tagen, aber bestimmt nach den ersten 4 – 6 Monaten, zu den ersten Resultaten führen.

In meinen Augen gibt es folgende echte Vorteile von Inbound Marketing:
– Marketing und Sales müssen zusammenarbeiten
– Der potenzielle Kunde wird konsequent in den Mittelpunkt der Marketing und Verkaufsaktivitäten gestellt.
– Interessenten lernen dein Unternehmen als Know-How Träger, Problemlöser oder Tough-Leader kennen und nicht als “Marktschreier”.
– Inbound Marketing ist eigentlich Marketing und Sales, oft liefern die Tools nicht nur Inbound- sondern eben auch Sales Funktionalität, etwa in Form eines dynamischen CRM-Tools.

Dieser Artikel ist ein “Duplicate Content” dieses Artikels aus dem Blog von Oberholzer Online Marketing GmbH.

 

Autor: Michikunz77

Outdoor Enthusiast | Food Lover | Lucerne | Munich | Work: myfactory.com and myfactoryschweiz.ch

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