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Von CD-ROMs bis KI: 28 Jahre im Business-Dschungel haben mich gelehrt, was wirklich zählt

Wenn ich heute auf meine 28 Jahre in der B2B-Software- und IT-Branche im DACH-Raum zurückblicke, fühlt es sich manchmal an wie eine Zeitreise. Ich habe den digitalen Wandel nicht nur beobachtet, sondern hautnah miterlebt – von den Tagen, als Software noch auf CD-ROMs in grossen Kartons ausgeliefert wurde, bis zur heutigen Ära der künstlichen Intelligenz. Diese Reise durch den Business-Dschungel hat mich eines gelehrt: Die Technologie mag sich in rasantem Tempo verändern, doch die fundamentalen Prinzipien des Erfolgs bleiben erstaunlich konstant.

Eine Reise durch die technologischen Epochen

Erinnern Sie sich noch an die 1990er-Jahre? Damals war die Welt der Unternehmenssoftware eine andere. Wir verkauften Lizenzen, die auf physischen Datenträgern kamen, und eine Implementierung war ein langwieriges, oft mühsames Unterfangen. Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen und der Gedanke, geschäftskritische Anwendungen über einen Browser zu nutzen, war für die meisten pure Science-Fiction.
 
Die 2000er brachten dann den ersten grossen Umbruch. Mit dem Aufkommen des Internets begannen wir, über neue Vertriebsmodelle nachzudenken. Die ersten Cloud-Ansätze entstanden, auch wenn sie damals noch belächelt wurden. Plötzlich ging es nicht mehr nur darum, eine Software zu installieren, sondern darum, Dienstleistungen bereitzustellen. Die Digitalisierung nahm langsam Fahrt auf und veränderte die Art und Weise, wie wir Geschäfte machten.
 
In den 2010er-Jahren explodierte diese Entwicklung förmlich. Software-as-a-Service (SaaS) wurde zum Standard, mobile Anwendungen eroberten den Geschäftsalltag und die digitale Transformation wurde vom Buzzword zur unternehmerischen Notwendigkeit. Die Innovationszyklen verkürzten sich dramatisch. Was früher ein Jahrzehnt für die Etablierung benötigte, war nun in wenigen Jahren nicht mehr wegzudenken.
 
Und heute? Wir leben in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz, Automatisierung und datengesteuerte Geschäftsmodelle die Spielregeln erneut komplett neu definieren. Die Geschwindigkeit des Wandels hat ein Niveau erreicht, das viele als atemberaubend empfinden. Doch bei all dieser technologischen Dynamik ist eine Erkenntnis für mich zentraler denn je.
 

Der Mensch bleibt der entscheidende Faktor

So sehr ich die technologischen Fortschritte schätze und fördere, so überzeugt bin ich davon: Technologie ist immer nur ein Werkzeug. Der wahre Erfolg eines Unternehmens wird nicht durch Software definiert, sondern durch die Menschen, die sie nutzen.
 
Diese Überzeugung ist tief in der Kultur der redPoint AG verankert. Unser Leitsatz „Technologie für Menschen von Menschen“ ist für uns keine leere Marketing-Phrase, sondern das Fundament unserer täglichen Arbeit. Wir entwickeln keine anonymen Tools, sondern Lösungen, die den Arbeitsalltag unserer Kunden einfacher, produktiver und letztlich menschlicher machen. Wir hören zu, wir verstehen die Bedürfnisse und wir schaffen Lösungen, die wirken.
 
Gerade im aktuellen Hype um künstliche Intelligenz wird diese Haltung wichtiger denn je. KI hat das Potenzial, uns von repetitiven Aufgaben zu befreien und uns intelligent zu unterstützen. Sie kann Muster erkennen, die wir übersehen, und uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Aber sie ersetzt nicht die menschliche Intuition, die Kreativität und die Empathie, die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und echte Innovation unerlässlich sind.
 

Was 28 Jahre mich gelehrt haben

Wenn ich die Essenz meiner Erfahrungen zusammenfassen müsste, dann wären es diese drei Punkte:
 
  1. Anpassungsfähigkeit ist alles: Die einzige Konstante ist der Wandel. Unternehmen, die sich nicht kontinuierlich anpassen und weiterentwickeln, werden auf der Strecke bleiben.
  2. Mut zur Entscheidung: Es gibt keine perfekte Lösung. Es gibt nur den Mut, eine Entscheidung zu treffen und sie konsequent umzusetzen. Mein Leitspruch war schon immer: „Es gibt keine perfekte Lösung, nur den Mut, sie zu finden.“
  3. Der Mensch im Mittelpunkt: Am Ende des Tages sind es die Beziehungen zu Kunden, Partnern und Mitarbeitenden, die den Unterschied ausmachen. Vertrauen, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit sind Werte, die auch im digitalen Zeitalter nicht an Bedeutung verlieren.
Meine Reise geht weiter, und ich bin gespannt, welche technologischen Umbrüche die nächsten Jahre bringen werden. Eines weiss ich jedoch sicher: Solange wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen und Technologie als das begreifen, was sie ist – ein mächtiges Werkzeug in unseren Händen -, werden wir die Zukunft erfolgreich gestalten. Und genau dafür trete ich jeden Tag an, bei redPoint und darüber hinaus.
 
 
Über mich:
Michael Bechen ist Head of Growth and Talent bei der redPoint AG. Mit 28 Jahren Erfahrung in der B2B-Software- und IT-Branche im DACH-Raum verbindet er tiefgreifende Marktkenntnisse mit einer klaren Vision für die Zukunft der Arbeit. Er ist überzeugt, dass echter Fortschritt nur durch das Zusammenspiel von Mensch und Technologie entsteht.

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