Von den Silberrücken im Arbeitsalltag

Von den Silberrücken im Arbeitsalltag

Wer kennt Sie nicht, die «Helden» der Büros, die Überstundenanhäufer, die sich Unverzichtbar-Macherinnen, die abends spät- und an den Wochenenden Emails Schreibenden, die Immer-erreichbaren #nevernotworking? Warum ich diese Mitarbeitenden für «Schädlinge» halte – das erläutere ich in den folgenden Zeilen.

Einschub: Eines vorneweg, alle meine nun folgenden Aussagen sind generisch und beziehen sich auf kein echtes Abbild. Weiter ist anzufügen, dass es Zeitpunkts- und Projektspezifisch sein kann, dass Mehrstunden, lange Arbeitstage und das Arbeiten an Wochenenden sinnvoll sind. Auch ich handhabe das in meinem Arbeitsalltag so. Und, dieser Artikel entstand ursprünglich im November 2019 – ist also pre-Corona.

Von 07.15 – 22 Uhr im Office (bei der Arbeit) und ein Held?

In meinen Augen ist, wer regelmässig 12 Stunden am Tag und mehr arbeitet kein Held, sondern der/die ist schlicht und ergreifend nicht effizient. Nochmals, punktuell mag das Sinn machen so viel zu arbeiten, auf Dauer und regelmässig ist es schlicht Schwachsinn und schädlich für die Person, deren Umfeld wie auch für die Firma. Ich sehe bei mir selbst, dass die Leistungsfähigkeit, die Kreativität und auch die Belastbarkeit spätestens nach 8 Stunden im Office nachlässt.

Seit doch mal ehrlich zu euch selbst!

Das verzweifelte Lechzen nach Status lässt viel von uns zu Verhinderern und Flaschenhälsen werden. Wir verwechseln das «sich unersetzbar machen» mit dem gefährlichen Anhäufen von Know-how und Prozessexklusivität. Dieses Verhalten ist, gerade in KMU, unangebracht, nicht zielfördernd und kann tödlich sein für die Firma.  Gerade Arbeitsabläufe, Prozesse aber auch Collaborative Tasks werden nur durch ein permanentes «auf den Prüfstand stellen» besser, einfacher und klarer verständlich. Dadurch werden Mitarbeitende und Unternehmen effizienter. Wer diesen Prozess, aufgrund egomaner und veralteter Verhaltensmuster blockiert gehört nicht verehrt, sondern abserviert!

Notorisches Immer-erreichbar-sein!

Stell dir mal vor die Prozesse sind klar, die Tools immer und überall verfügbar und Aufgaben – Kompetenz – und Verantwortung im Unternehmen sind Rollen und nicht Personenabhängig. -> Dann ist das Immer-erreichbar-sein nicht mehr nötig – oder nur im absoluten Notfall. Läck – was machen dann die ganzen Silberrücken? Richtig! Diese müssen endlich wieder wirklich arbeiten, Wertschöpfung für das bezogene Salär zurückleisten.

Also Leute – glaubt nicht, dass ihr nicht ersetzbar seid. Glaubt nicht, immer erreichbar sein zu müssen. Wir alle können auf euch Verhinderer, Status-Symbolen-Hinterher-Hechler, es immer so Macher wie früher und Besserwisser verzichten!

Peace!

P.S. Im Tierwelt gibt es nicht mehr viele Silberrücken in freier Wildbahn….

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